Bildung einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit HLB HUSSMANN als starkem Partner

Die Integration einer rechtlich selbstständigen Unternehmenseinheit als Organgesellschaft in ein anderes rechtlich selbstständiges Unternehmen zur Bildung einer umsatzsteuerlichen Organschaft stellt einen komplexen Prozess dar. Als erfahrene Kanzlei für Unternehmens- und Steuerrecht begleiten wir Sie mit unserer langjährigen Expertise vom ersten Schritt bis zur Realisierung der umsatzsteuerlichen Organschaft oder prüfen, ob bereits eine entsprechende Organschaft vorliegt.

Definition einer Organschaft allgemein

Eine Organschaft besteht aus der Organgesellschaft und dem Organträger. Dafür wird ein rechtlich selbstständiges Unternehmen als Organgesellschaft in ein anderes rechtlich selbstständiges Unternehmen integriert. Steuerlich betrachtet übernimmt der Organträger die Steuerpflicht für alle Organgesellschaften. Rechtlich gesehen bleiben die Unternehmen selbstständig.

Die umsatzsteuerliche Organschaft unterliegt einer Inlandsbeschränkung. Dies bedeutet, dass nur inländische Gesellschaften als Organgesellschaft oder Organträger anerkannt sind. Ausländische Unternehmensteile sind von den Wirkungen der Organschaft ausgenommen.

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Vorteile einer umsatzsteuerlichen Organschaft

Der vordergründige Nutzen einer umsatzsteuerlichen Organschaft liegt darin, dass nur mehr der Organträger als Steuerschuldner gilt und nicht jede einzelne Organgesellschaft Voranmeldungen und Jahreserklärungen abgibt.

Ein weiteres Argument für die umsatzsteuerliche Organschaft ist die steuerliche Bewertung der Innenumsätze. Da Organträger und Organgesellschaften nach §2 UStG als ein Unternehmen gelten, sind die reinen Innenumsätze zwischen diesen Unternehmensteilen nicht steuerbar.

Voraussetzungen für eine umsatzsteuerliche Organschaft

Als Organgesellschaften kommen insbesondere juristische Personen (Kapitalgesellschaften) aber auch Personengesellschaften in Betracht. Organträger kann jeder Unternehmer sein. Dabei ist jedoch die Inlandsbeschränkung zu berücksichtigen. Denn befindet sich die Geschäftsleitung des Organträgers im Ausland, kann nur der im Inland wirtschaftlich bedeutendste Unternehmensteil die Funktion als Organträger übernehmen. Die ausländische Gesellschaft bildet hingegen ein gesondertes Unternehmen.

Die wichtigsten Voraussetzungen einer umsatzsteuerlichen Organschaft sind die finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Eingliederung der Organgesellschaft in den Organträger. Die Eingliederung muss jedoch weder eindeutig vertraglich geregelt sein, noch ist ein Antrag oder Feststellungsbescheid des Finanzamtes erforderlich oder ein Wahlrecht vorgesehen. Häufig besteht bereits eine Organschaft, ohne dass dies bewusst ist.

Die nachfolgenden Eingliederungsmerkmale sind von Bedeutung

- Finanzielle Eingliederung: Beteiligung des Organträgers an der Organgesellschaft beträgt mehr als 50 Prozent (bei den Beteiligungsverhältnissen entsprechenden Stimmrechtsverhältnissen). Die Anforderungen an die finanzielle Eingliederung einer Personengesellschaft sind dagegen strenger.
- Wirtschaftliche Eingliederung: Enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen dem Organträger und seinen Organgesellschaften.
- Organisatorische Eingliederung: Der Organträger muss durch organisatorische Maßnahmen sicherstellen, dass er die Organgesellschaft in der laufenden Geschäftsführung beherrscht .

Für eine anerkannte umsatzsteuerliche Organschaft erfolgt die Eingliederung in jedem der genannten Bereiche so umfassend wie möglich. Es ist nichtausreichend , nur zwei der drei Eingliederungskriterien zu erfüllen. Allerdings muss die Eingliederung nicht zwingend in jedem der Gebiete vollkommen sein. Vielmehr ist das Gesamtbild der Organisation ausschlaggebend.

Bei der organisatorischen Eingliederung gibt es mit Wirksamkeit 1. Januar 2019 eine Verschärfung hinsichtlich der erforderlichen Willensdurchsetzung. Gerne prüfen wir die Situation in Ihrem Unternehmen und beraten Sie ausführlich.

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Organschaft als steuerlich effiziente Unternehmensform

Der 1. Januar 2019 setzte jedoch auch positive Änderungen in Kraft. So ist es nun auch Personengesellschaften erlaubt, sich als Organgesellschaft in einen Organträger zu integrieren und von den Vorteilen einer umsatzsteuerlichen Organschaft zu profitieren.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass die umsatzsteuerliche Organschaft ab dem Zeitpunkt wirkt, ab dem alle Voraussetzungen erfüllt sind. Wurden diese bereits vor längerer Zeit unbewusst erfüllt, wirkt die umsatzsteuerliche Organschaft grundsätzlich zurück bis zur  letzten noch änderbaren Festsetzung.

Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten. Unsere Experten für steuerliche Organschaften beraten Sie umfassend über dieses Thema.

 

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